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Thema Versicherung: Fahrraddiebstahl, was ist zu beachten?
Ungefähr eine halbe Million Fahrräder werden jährlich in Deutschland geklaut – und das trotz eines guten Sicherheitsschlosses. Für den Schaden zahlt eine Versicherung. Fahrraddiebstahl kann so nicht verhindert, aber deutlich abgedämpft werden.
Oft reichen zehn Minuten. Zehn Minuten in denen das vielleicht sogar neuwertige Fahrrad in nullkommanix den Besitzer wechselt. Geklaut. Und das trotz hochwertigem Sicherheitsschloss mit der von Abus typisierten Sicherheitsklasse 10 – der höchsten Sicherheitsklasse, die ein Fahrradschloss haben kann.
Einen kleinen Trost darstellen, kann eine Versicherung: Fahrraddiebstahl wird so zu einem nicht ganz so schwerwiegenden Delikt für den Geschädigten. Denn wer neben Sicherheitsschloss und weiteren Sicherheitsvorkehrungen, wie zum Beispiel das Fahrrad nicht an unbelebten Plätzen abzustellen, das Risiko eines Fahrraddiebstahles noch weiter minimieren möchte, kann sein Fahrrad über eine Hausratversicherung mitversichern lassen.
Über die gegebenenfalls schon vorhandene Hausratversicherung kann ein Fahrradbesitzer seinen Drahtesel sozusagen Zusatz versichern lassen. Der Versicherungsschutz misst sich im Regelfall in Prozent der Versicherungssumme, oft sind es ein bis zwei Prozent der Hausratversicherungssumme. Doch auch ein Festbetrag als Versicherungssumme für ein oder mehrere Fahrräder ist denkbar.
Alle Fahrräder eines Haushaltes können im Falle eines Diebstahls bis zum Neuwert oder Wiederbeschaffungswert ersetzt werden. Dieser Versicherungsschutz kennt allerdings in der Regel eine entscheidende Einschränkung: Der Versicherungsschutz gilt nur von 6 bis 22 Uhr. Wird ein Fahrrad außerhalb dieser Zeitspanne auf einem öffentlichen Platz entwendet, ist ein Schutz nicht gewährleistet. Ebenso dann nicht, wenn ein Fahrrad nicht abgeschlossen war. Für wen lohnt sich die Versicherung? Fahrraddiebstahl ist besonders dann ärgerlich, wenn es sich um ein hochwertiges Fahrrad oder ein teures Sportbike handelt. Wer einen Versicherungsschutz genießt, und nicht fahrlässig gegen einige Vorschriften verschrieben hat, wie die Voraussetzung das Fahrrad abgeschlossen zu haben, kann davon ausgehen, dass der Versicherungsschutz den finanziellen Großteil deckt.
Bei einem hochwertigen Fahrrad empfiehlt es sich jedoch, nicht den Versicherungsschutz über eine Hausratversicherung zu beziehen, sondern eine spezielle Fahrradversicherung anzuschließen. Diese sind in der Regel deutlich teurer als die herkömmlichen, bieten dafür aber merklich besseren Schutz. Die Beiträge für die Spezialfahrradversicherung stehen in Abhängigkeit zu dem Wert des zu versichernden Fahrrads.
Je nach Versicherungsanbieter verlangt eine Spezialversicherung zwischen ca. 50 und 120 Euro im Jahr bei einem Fahrradwert um die 500 Euro. Eine Spezialversicherung rentiert sich auch dann, wenn man keine Hausratversicherung besitzt.


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