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Weiterbildung für Arbeitslose
Der Arbeitsmarkt ist dynamisch: mehr Wissen, mehr Technik. Besonders Arbeitslosen erschwert diese Dynamik den Wiedereinstieg in die Berufswelt. Weiterbildung für Arbeitslose soll helfen einzugliedern.
Arbeitslose, die bereits seit längerer Zeit nicht mehr im Berufsleben stehen, haben ganz besonders große Schwierigkeiten sich aktuellen Arbeitsbedingungen anzupassen: Die Umgewöhnung an die ganz eigene Betriebsamkeit des Arbeitslebens stellt das kleinere Übel dar. Viel gewichtiger ist, dass sich Wissensstandard und technische Möglichkeiten – ganz gleich in welchem Bereich –, stets einem Wandel unterziehen und weiterentwickeln. Somit entfernt sich das Fachwissen der Arbeitslosen immer weiter vom aktuellen Stand. Die Folge: Ein schneller und vor allem unkomplizierter Wiedereinstieg in den Beruf wird damit erheblich erschwert.
Arbeitsagenturen und Träger der Grundsicherung haben es sich zur Aufgabe gemacht, Arbeitslose auf dem Weg in die Wiedereingliederung in das Berufsleben durch Maßnahmen zur Weiterbildung für Arbeitslose unter gewissen Voraussetzungen zu fördern.
Grundsätzlich gilt: Weiterbildungen werden dann gefördert, wenn mittels dieser eine hohe Wahrscheinlichkeit gegeben ist wieder dauerhaft in den Arbeitsmarkt eingegliedert zu werden. Rechtsanspruch auf eine Förderung haben lediglich Jugendliche unter 25 Jahre ohne Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Ansprechpartner sind der Sachbearbeiter der zuständigen Arbeitsagentur oder des Trägers der Grundsicherung. An diese sollte sich zuerst gewendet werden, wenn eine Weiterbildung geplant ist.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung für Arbeitslose. Die wohl bekannteste und am häufigsten in Anspruch genommene Förderung ist die der Agentur für Arbeit.
Dort werden seit dem Januar 2003 Weiterbildungen gegen sogenannte Bildungsgutscheine vergeben. Ein solcher weist das konkrete Bildungsziel sowie die Dauer der geförderten Maßnahme aus. Den dazugehörigen Kurs muss sich der Interessierte binnen drei Monate selbst suchen. Wichtig ist, dass sowohl Weiterbildungsträger als auch Weiterbildung von der Arbeitsagentur zugelassen sind.
Doch der Nachteil dieser Form der Weiterbildung für Arbeitslose ist immens: Der Anwärter eines solchen Bildungsgutscheines wird alleine gelassen. Denn der Sachbearbeiter darf keinerlei Empfehlungen aussprechen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich viele Arbeitslose alleine gelassen fühlen.
Wer so einen Gutschein der Arbeitsagentur erhalten möchte, sollte in dem Gespräch mit dem Sachbearbeiter überzeugen. Denn ob der Interessent einen Bildungsgutschein erhält, entscheidet ein persönliches Gespräch.
Grundsätzlich hilft es, sich im Vorfeld über die genaue Zielvorstellung sowie Darlegung der Erfolgschancen sowie der eigenen Motivation klarzuwerden und diese überzeugend dem Sachbearbeiter nahezulegen. Die Weiterbildung ist der erste Schritt zurück ins Berufsleben.


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