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Wofür braucht man einen Wechselkredit?

Der Wechselkredit dient häufig der Finanzierung von Warengeschäften. Da der Wechsel durch Aussteller, Akzeptant und Indossant abgesichert ist, gilt der Wechselkredit als besonders sichere Form des Kredites.

Beim Wechselkredit wird zwischen Diskontkredit und Akzeptkredit unterschieden. Der Diskontkredit stellt hierbei einen Kredit dar, der durch Ankauf eines Wechsels abgesichert ist. Dieser Wechsel kommt immer dann zustande, wenn eine Bank Wechsel ohne sofortige Fälligkeit von ihrem Kunden ankauft. Der Kunde als Aussteller bekommt nun von seinem Kreditinstitut, dem Akzeptanten, eine Diskontkreditlinie eingeräumt, über welche wiederum diskontfähige Wechsel durch die Bank angekauft werden.

Die Kreditinstitute bedienen sich hierbei in der Regel bundesbankfähigen Wechselmaterials, wobei der gesamte Wechselprozess durch Richtlinien wie das Wechselgesetz, sowie die AGBs der Institute oder die Kreditpolitik der Deutschen Bundesbank geregelt ist. Bei einem Diskontkredit wird durch den ausgestellten Wechsel eine Geldleihe vollzogen.

Eine weitere Form des Wechselkredites ist zudem der Akzeptkredit, bei welchem die Bank Wechsel ihres Kunden annimmt und gegenüber dem ursprünglichen Besitzer zur Einlösung verpflichtet ist. Anders als beim Diskontkredit erfolgt beim Akzeptkredit jedoch keine Geldleihe, sondern eine Kreditleihe, da eine dritte Partei Begünstigter des Wechsels ist, welcher durch die Bank abgesichert ist. Aufgrund der Haftung des Kreditinstitutes über die Einlösung des Wechsels wird der Akzeptkredit ausschließlich zahlungsfähigen Unternehmen mit ausgezeichneter Bonität eingeräumt. Gläubiger ist häufig ein Lieferant des Bankkunden, so dass der Akzeptkredit dem schnellen Warenwechsel oder der Beschaffung von Flüssigmitteln dient. Wechselkredite zählen zu den kurzfristigen Krediten und haben in der Regel eine Laufzeit von maximal drei Monaten.

Der Kreditnehmer erhält die Möglichkeit, mit einem Wechselkredit nicht zur Verfügung stehende Finanzmittel in Barvermögen zu wandeln. In der modernen Geschäftswelt kommt der Wechselkredit meist als Barzahlungsersatz zur Geltung, wobei der Lieferant sich durch die Weitergabe des Wechsels an die Bank trotzdem sofort refinanzieren kann. Das Dreimonatsakzept enthält neben dem Diskont auch die anfallende Wechselsteuer und etwaige Spesenanteile. Der klassische Diskontkredit wird bei Inlandsgeschäften und Auslandsgeschäften angewendet, während der Akzeptkredit meist bei Außenhandelsgeschäften zum tragen kommt.

von Ines Dietrich  
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