Das Workflow Design
Unter dem Workflow versteht man innerhalb einer Organisation die vordefinierte Abfolg... mehr
Wo finde ich Zerobonds?
Zerobonds nennt man auch Nullkuponanleihen – es handelt sich hier um Wertpapiere mit Zinsen, die zwischen Ausgabebetrag und Rückzahlungsbetrag versteckt sind, und eine interessante Geldanlagemöglichkeit darstellen.
Eine Geldanlage, die keine Zinsen bringt – in der Theorie? In der Praxis aber doch? Das sind Zerobonds. Die Zinsen ergeben sich aus dem Differenzbetrag zwischen Ausgabe und Rückzahlung. Zerobonds werden von Banken gehandelt. Wer sich für diese Anlagemöglichkeit interessiert, sollte also zunächst seine Hausbank aufsuchen und sich beraten lassen, sich aber eventuell noch weitere Angebote einholen.
Hier ist besonders darauf zu achten, auf welcher Basis die Bank die Depotführungsgebühren berechnet – Basiswert oder Ausgabewert. Einkünfte, die aus Zerobonds erzielt werden, müssen als Einkünfte aus Kapitalvermögen bei der Steuererklärung angegeben werden. Bei der Rendite unterscheidet man zwischen der Emissionsrendite und der Marktrendite. Anschaffungs- und Veräußerungsgelder werden hier aufgerechnet und ergeben den Differenzbetrag, der als Marktrendite gilt. Dabei werden auch eventuelle Verluste berücksichtigt, die durch Kursschwankungen entstehen. Kursgewinne werden steuerlich als Spekulationsgewinn angesehen, Kursverluste können mit Gewinnen verrechnet werden. Bei Zerobonds ist es wichtig, auf den Nominalzins und auf die Laufzeit zu achten.
Je niedriger dieser Nominalzins ist und je länger die Laufzeit der Kapitalanlage in Zerobonds umso größer sind die Kursschwankungen und somit das Verlustrisiko, bei positiver Entwicklung sind jedoch auch die Chancen sehr gut. Zerobonds werden vorwiegend an private Kapitalanleger verkauft. Nach dem Ende der Laufzeit kann der Anleger entscheiden, ob er das Kapital erneut in Zerobonds anlegen möchte. Hier ist zu beachten, dass, sofern der Zinssatz inzwischen gefallen ist, eigentlich nur eine erneute Anlage in Zerobonds in Frage kommt, um die Kursschwankungen wieder auszugleichen.
Bis zur Einführung der Abgeltungssteuer waren Zerobonds eine beliebte Anlagemöglichkeit für die Absicherung des Ruhestandes, denn bis dahin mussten Zinserträge erst steuerlich geltend gemacht werden, wenn sie ausgezahlt wurden – also bei Verkauf. Inzwischen jedoch müssen sie aktuell in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Bei höheren Kapitaleinlagen mit Geldern, die aktuell über längere Zeit nicht benötigt werden, stellen Zerobonds noch immer eine rentable Kapitalanlage dar, jedoch verringern sich die Einkünfte durch die Besteuerung.


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