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Was muss man bei einer Geldwertanlage genau beachten?

Eine Geldwertanlage ist eine Anlageform, hinter der kein realer Sachwert steht. Damit das Ganze nicht so abstrakt erscheint, sei hier erwähnt, dass das gute alte Sparbuch auch zu den Geldwertanlagen zählt.

Geldwertanlagen, das sind Sparbücher und Sparbriefe, festverzinsliche Wertpapiere, Tagesgeld, Bausparverträge, Festgeld, Anleihen und Wertpapiere, Fonds, Genussscheine, Rentenfonds und so weiter. Hier zählt eine ganz genaue Summe, die verzinst wird, während der Zeit, in der sie angelegt ist. Geldwertanlagen haben die mit ihnen einhergehenden Risiken gemeinsam: Der Wert könnte Verluste erleiden. Gründe für den Wertverlust bei einer Geldwertanlage könnten starke Schwankungen in der Währung sein oder eine Inflation.

Auf dem Kapitalmarkt ist es ein offenes Geheimnis, dass Geld einer jährlichen Inflationsrate von etwa zwei Prozent pro Jahr unterliegt. Das Geld wird in diesem Sinne zwar nicht weniger, aber es verliert an Kaufkraft. Also müssen die Zinsen, zu denen man sein Kapital anlegt, diesen Verlust mindestens ausgleichen, im Optimalfall sollten sie den Wertverlust natürlich auffangen und übersteigen.

Wer Geldwertanlagen tätigt, muss also vor allem auf eines achten: die Höhe der Zinsen. Die Verluste müssen ausgeglichen werden. Wer heute einen Betrag von 5.000 Euro fest anlegt und dies für zehn Jahre, wird natürlich in zehn Jahren plus Zinsen mehr Geld erhalten als die ursprünglich angelegten 5.000 Euro. Jedoch kann man davon ausgehen, dass 5.000 Euro in zehn Jahren nur noch eine Kaufkraft von 4.000 Euro mit sich bringen. Der Verlust, der hier durch Inflation entstanden ist, sollte durch die Zinsen ausgeglichen sein.

Auch die Stabilität ist ein Risiko, die durch Währungsschwankungen entstehen könnte. Geld ist noch nie eine gute Anlage gewesen. Hier besteht kein realer Wert. Geld verliert grundsätzlich an Kaufkraft. Im Fall eines Krieges kann es plötzlich vollkommen wertlos sein. Wird die Währung umgestellt, verliert es an Wert.

Die Frage ist aber, wie legt man nun Geld am besten an? Das Tagesgeldkonto bietet zumindest einen Zinssatz, der die Inflationsrate ausgleicht. Und es bietet den Vorteil, dass man auch kurzfristig wieder über sein Geld verfügen kann. Die Geldwertanlage ist ein wichtiges Instrument, um seine persönliche Liquidität zu sichern – fest angelegte Gelder können schlecht wieder flüssig gemacht werden.

Wer hingegen über einen größeren Betrag verfügt und diesen ganz sicher in den nächsten Jahren nicht benötigen wird, sollte statt einer Geldwertanlage lieber in Immobilien investieren. Immobilien verlieren niemals an Wert, im Gegenteil: Sie steigen im Wert. Und wenn man sie nicht selbst bewohnen möchte, bringen sie Geld durch Vermietung ein – womit sie theoretisch auch finanziert werden können, wenn das vorhandene Kapital nicht ausreicht, um eine Immobilie zu kaufen.

von Kilian Horn  
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