23-09-2008 | Werden Geringqualifizierte benachteiligt?

Befragung zum Thema Weiterbildung - Niedersachsen und Bremen


Eine Befragung von Unternehmen in Niedersachsen und Bremen, die das Forschungsinstitut Forsa im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit (BA) durchführte ergab, dass gering qualifizierte Mitarbeiter in Betrieben deutlich seltener Weiterbildungsangebote erhalten als Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung.

Nur 39 Prozent der Arbeitgeber in Niedersachsen und Bremen gaben an, in den vergangenen zwei Jahren Weiterbildungsmaßnahmen für gering Qualifizierte angeboten zu haben. Deutlich höher lag der Anteil der Qualifizierungsangebote, bei Akademikern mit 49 Prozent und mit 95 Prozent für Mitarbeiter mit abgeschlossener Berufsausbildung. Die Befragung ergab, dass vor allem größere Betriebe, mit über 250 Mitarbeitern, mehr Angebote im Bereich Weiterbildung für gering Qualifizierte getätigt haben. Bei Klein- und Mittelbetrieben gab nur etwa jedes dritte Unternehmen an entsprechende Angebote gemacht zu haben.

Aus den Ergebnissen der Befragung ging weiter hervor, dass Arbeitgeber in Niedersachsen und Bremen ihren gering Qualifizierten zwar vergleichsweise selten Weiterbildungsangebote gemacht haben, aber gleichzeitig der Qualifizierung dieser Personengruppe einen hohen Stellenwert einräumt. So gaben 90 Prozent der Befragten an, dass sie es für wichtig halten, dass sich gerade gering qualifizierte Arbeitnehmer im Job weiterbilden.

 

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