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Die Erkenntnisse von Elisabeth Kübler Ross

Elisabeth Kübler Ross ist eine studierte Medizinerin, die sich vor allem mit den psychischen Abläufen im Zusammenhang mit dem Sterben eines Menschen befasste.

Elisabeth Kübler Ross wurde 1926 in der schweizerischen Metropole Zürich geboren. Zusammen mit ihre erblickten zwei weitere Mädchen das Licht der Welt. Elisabeth verstarb 2004 im amerikanischen Bundesstaat Arizona. Dorthin war sie 1958 und damit ein Jahr nach dem Abschluss ihres Medizinstudiums an der Uni Zürich zusammen mit ihrem Mann Emanuel Ross ausgewandert. In den Staaten arbeitete sie mehr als 25 Jahre lang als Psychiaterin an verschiedenen Krankenhäusern. 1985 erhielt sie eine Professur an der Uni Virginia.

Elisabeth Kübler Ross widmete sich auch nach ihren drei im Jahr 1985 erlittenen Schlaganfällen weiterhin der Erforschung des Sterbens und der damit im Zusammenhang stehenden psychischen Abläufe. Dazu befragte sie die Patienten, die auf Grund von unheilbaren Krankheiten wussten, dass sie binnen kurzer Zeit sterben würden. Das stieß bei vielen Menschen auf Ablehnung. Allerdings spricht für sich, dass 99 Prozent ihrer Gesprächswünsche erfüllt wurden, was vielleicht auch daran lag, dass die Sterbenden der nach dem letzten Schlaganfall im Rollstuhl sitzenden Ärztin und Psychiaterin sehr viel Mitgefühl zuschrieben.

Im Ergebnis ihrer Forschungen veröffentlichte Elisabeth Kübler Ross die fünf Phasen des Sterbens, die auch heute noch in den zahlreichen Workshops zur Sterbe- und Trauerbegleitung gelehrt werden. Die erste Phase ist vom Nichtwahrhabenwollen gekennzeichnet. Das ist verständlich, denn welcher Mensch möchte schon freiwillig sterben. Die zweite von Elisabeth Kübler Ross definierte Phase ist von Zorn gekennzeichnet. Die Wut äußert sich gegenüber allen Menschen, egal ob es Ärzte oder Angehörige sind. Vor allem die Angehörigen fühlen sich in dieser Phase häufig sehr hilflos, dennoch ist es wichtig, auch jetzt keine Isolation des Sterbenden zuzulassen.

Die dritte Phase des Sterbens ist gekennzeichnet von Verhandlungen, die der Sterbende mit Gott und der Welt und vor allem sich selbst führt. Erkennt der Sterbende, dass die Verhandlungen sinnlos sind, fällt er in eine Depression, die von Ängsten um das Wohlergehen der Hinterbliebenen gekennzeichnet ist. Diese Sorgen sollte man dem Sterbenden mit positiven Berichten nehmen, um ihm den Schritt zur Akzeptanz zu ermöglichen. Wichtig ist, dass man hier als Angehöriger weiß, dass jeden dieser Schritte auch die Hoffnung begleitet und man diese keinesfalls zerstören sollte. Auch das Vermitteln des Gefühls, dass man als Angehöriger immer da ist, ist unverzichtbar wichtig.

Was bedeuten die grünen Links? von Oliver Lemke  
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