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Weihnachtszeit ist die Zeit für einen Stollen

Kaum kommt der November, gibt es auch die ersten Stollen zu kaufen: ob Mandel-, Butter-, Nuss- oder Dresdner-Stollen. Kein zweites Weihnachtsgebäck ist so beliebt, keines wird so oft gekauft oder gebacken.

Weihnachten führt kein Weg dran vorbei: Ob im Supermarkt oder in zahlreichen deutschen Haushalten – der traditionelle Christstollen ist seit eh und je beliebtestes Weihnachtsgebäck. Doch kaum einer kennt seinen Ursprung, seine Bedeutung oder die Vielfalt, in der sich der Stollen wiederfindet.

Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Christstollen schon im Jahre 1329. Dort tauchte dieser als Weihnachtsgabe für den Bischof Heinrich, sesshaft in Naumburg an der Saale, in einem Vermerk auf. Zu jener Zeit waren Christstollen noch magere Backwerke anlässlich des katholischen Adventsfasten. Heute ist der Stollen ein sehr beliebtes und vor allem schmackhaftes Adventsgebäck. Geblieben ist die Form des Stollens. Nicht ohne Grund: Die zuckrige Ummantelung des Christstollen soll an das in Windeln gelegene Jesuskind erinnern.

Einen Christstollen backt man am besten Anfang November und lässt ihn dann einen ganzen Monat ruhen. Pünktlich zur Adventszeit kann man den Stollen dann essen. Man muss nicht unbedingt vier Wochen ausharren bis man den Christstollen schlussendlich essen darf, es reicht auch eine Woche. Jedoch: Je nach „Reifezeit“ des Christstollens wächst auch der Geschmack.

Es gibt unglaublich viele verschiedene Stollenrezepte. Allen Christstollen gemein ist die Grundmischung aus mindestens 3kg Butter oder auch Margarine, 6 kg Trockenfrüchte und zusätzlichen Rosinen, Sultaninen oder Korinthen sowie Zitronat und Orangeat – das alles ausgehend von 10 kg Mehl.

Der gängigste und weitverbreitetste Christstollen ist der Butterstollen. Dieser enthält mindestens 40 kg Butter oder alternativ Butterreinfett oder Butterfett sowie mindestens 70 kg Trockenfrüchte, Zitronat und Orangeat. 10 kg Trockenfrüchte können wahlweise durch Mandeln oder Marzipanrohmasse ersetzt werden.

Neben diesem gibt es noch Mandel-, Nuss- oder Dresdner Stollen, aber auch Quark-, Champagner-, oder Rotweinstollen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Je nach Geschmacksschwerpunkt wird die jeweilige Zutat hinzugefügt oder höher dosiert. Während Mandel-, Nuss- oder Marzipanstollen auf eine längere Vergangenheit blicken, gibt es Rotwein- oder Champagnerstollen noch nicht ganz so lange. Rum, Wasser oder Milch werden durch Champagner oder Rotwein ersetzt. Auch die Rosinen werden statt in Rum in einer der alkoholisierten Getränke mariniert.

Da sich der Christstollen so großer Beliebtheit erfreut, gibt es jährlich neue kreative Stollenvarianten. Oft unterscheiden sich diese stark nach Region – Rezepte gibt es im Internet.

So wie der Reifezeit geht eine längere Vorbereitungszeit voraus. Daher sollte früh genug mit dem Stollenbacken begonnen werden.

Was bedeuten die grünen Links? von Frederick Koch  
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