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Gratis Kreditkarten: Fluch, Segen oder nur Werbung?
Viele Privatbanken bieten auch über Werbung Gratis Kreditkarten an. Was ist davon zu halten? Wie sollte man als Verbraucher auf diese Angebote reagieren?
Insbesondere zur Weihnachtszeit, aber auch zu anderen Zeiten des Jahres werden Gratis Kreditkarten von diversen Privatbanken stark beworben. Viele Menschen sehen in der Krise so auch eine Chance, zusätzlich zu Geld zu kommen, um damit auch ihren Konsum zu befriedigen und die Wirtschaft anzukurbeln. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass die geliehenen Beträge auch wieder zurückgezahlt werden müssen. Darum muss man bei den Angeboten dieser Gratis Kreditkarten auch differenzieren.
So gibt es die Gratis Kreditkarte auf Guthabenbasis. Das heißt, man zahlt einen gewissen Betrag ein, der leicht verzinst wird und kann über dieses Guthaben in voller Höhe verfügen. Es entstehen dabei keine Kosten, im Gegenteil – für das Guthaben bekommt man je nach Bank eine Verzinsung, die sich nach der Höhe des Guthabens richtet. Mit dieser Gratis Kreditkarte kann man seine Kosten kontrollieren, da man hier nur auf Guthabenbasis einkauft. Bei Bedarf füllt man die Karte wieder neu auf und kann überall mit seinem guten Namen bezahlen, ohne auf Pump zu leben.
Aber es gibt auch die andere Variante, die Gratis Kreditkarten auf Bonitätsbasis. Hier räumt die Bank dem Kunden ein Limit ein, über das dieser verfügen darf. Dabei prüft sie im Vorfeld die Bonität des Kunden, das heißt, ob dieser auch zahlungsfähig ist. Gratis ist diese Karte jedoch nur in Bezug auf die Gebühren im ersten Jahr. Ab dem zweiten Jahr zahlt man hier auch eine Kartengebühr. Weiterhin wird das in Anspruch genommene Limit verzinst und diese Zinsen müssen natürlich auch als Tilgung der in Anspruch genommenen Summe gezahlt werden. Im Endeffekt ist diese Karte alles andere als gratis zu nennen.
Allen diesen Karten ist eines gemeinsam. Sie werden über das so genannte Post-Ident-Verfahren versandt. Um eine Kreditkarte zu erhalten, wird man aufgefordert, bei der Post einen Identitätsnachweis durch den Personalausweis zu erbringen. Diesen versendet man zusammen mit den letzten Gehaltsabrechnungen und dann steht der Kreditkarte nichts mehr im Weg. Wichtig bei einer Kreditkarte ist, dass man das Limit niemals ausschöpft und die Karte nur im Notfall einsetzt.


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