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Fonds: Empfehlung gibt dennoch keine Garantie
Eine Fonds-Empfehlung gibt keine Garantie, ein Sparbuch häufig zu wenig Zinsen. Einig sind sich verschiedene Institute: die Mischung macht's. Ein Stück Sicherheit, ein großes Stück Kapitalmarkt.
Wenn man Investitionen tätigt, so tut man das meist auf Empfehlung. Sei es beim Autokauf, der Suche nach dem richtigen Bauunternehmer, der Wahl des neuen Zahnarztes, nachdem man umgezogen ist oder auch bei Bankgeschäften.
Insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Krise überwiegt die Skepsis bei den Menschen. Viele parken ihr Geld nur noch auf dem klassischen Sparbuch und nehmen niedrigste Zinsen in Kauf, einfach, um "auf der sicheren Seite" zu sein. Der Staat sichert inzwischen Summen, die kein Sondervermögen darstellen, ab. Das wissen die meisten und riskieren somit nichts mehr. Vor allem in Deutschland ist die Unsicherheit bezüglich Kapitalmarktanlagen groß. Deswegen erwirbt kaum jemand Anteile an Fonds. Empfehlung - ob seitens eines Nachbarn, des Bankberaters oder eines Familienmitgliedes - ist hier eben keine Garantie.
Dabei wissen viele Investoren, die abertausende Euros zu aktuell 0,5 % Zinsen auf ihrem Sparbuch dümpeln haben, nicht einmal, dass es auch sogenannte Garantiefonds gibt. Die Produktpalette der Kreditinstitute ist groß. Verschiedene Internetseiten jedoch bieten die Möglichkeit, sich unabhängig von dem bei den Bankberatern vorherrschenden Vertriebsdruck zu informieren und sich seine eigene Fonds-Empfehlung einzuholen. Denn Fonds ist nicht gleich Fonds. Neben den Garantiefonds, die zugegebenermaßen in wirtschaftlich stabilen Zeiten selten mehr bringen als ein Sparbuch, gibt es verschiedene Fondsarten - jeder kann also zum Beispiel in gewerbliche und private Immobilien investieren, oder, wer mutig ist, der traut sich an Rohstoffe heran.
Eine Fonds-Empfehlung jedoch reicht nicht aus. Und da sind sich alle Kreditinstitute und Wirtschaftswissenschaftler einig: Die Mischung macht's. Zwei, drei Monatsgehälter sollte ein jeder auf einem einfachen Sparbuch, das vor allem für Liquidität steht, halten. Den Rest des Angesparten sollte man möglichst breit streuen, und hierfür eignen sich Fonds der unterschiedlichsten Varianten. Durch Fonds kann jeder am Kapitalmarkt teilhaben, ohne selbst stetig tätig sein zu müssen. Das Fondsmanagement ist dafür zuständig, den Fonds stabil zu halten. Ein ständiger Kauf und Verkauf ist also nicht nötig.


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