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Muskeln stärken mit Anabolika?
Anabolika bieten zwar eine wirksame Unterstützung bei einem schnellen Muskelaufbau, bergen aber durch die Nebenwirkungen eine Reihe von Risiken.
Schon die nahe Verwandtschaft des Namens Anabolika mit der Anabolismus genannten Einlagerung von Stoffen als Energiereserven in die Zellen legt nahe, dass es sich hier um die Förderung eines Aufbauprozesses handelt. Der dazu im Gegensatz stehende Prozess der Umwandlung eingelagerter Stoffe in Energie wird Katabolismus genannt.
Die optimale Situation für den menschlichen Stoffwechsel ist natürlich, wenn sich der Anabolismus und Katabolismus gegeneinander aufheben, also sich die Einlagerung und der Abbau die Waage halten. Je nachdem welcher der beiden Vorgänge in Abhängigkeit zur Nährstoffaufnahme und der durchschnittlich umgesetzten Energie überwiegt, kommt es zur Gewichtsreduzierung oder zum Zunehmen des Körpergewichtes. Die Anabolika stellen einen Eingriff in dieses Gleichgewicht dar, weil sie als Katalysator für die Proteinsynthese im menschlichen Stoffwechsel wirksam werden.
Im Zusammenhang mit den Anabolika ist immer wieder von Steroiden die Rede. Dabei handelt es sich um Stoffe, die synthetisch hergestellt werden und die dem Testosteron sehr ähnlich sind. Testosteron ist eines der männlichen Sexualhormone. Ihr ursprüngliches Einsatzgebiet fanden sie in der Medizin. In den Lazaretten wurden sie im II. Weltkrieg dazu eingesetzt, die Soldaten schnell wieder auf die Beine zu bringen und einsatzfähig zu machen. Auch bei Anämie kamen sie zum Einsatz.
Dabei nutzte man aus, dass die Anabolika die Aufnahme und Einlagerung von Eiweiß im Körper förderten. Das führt dazu, dass sich bei entsprechender Belastung durch gezieltes Training die Muskulatur schneller aufgebaut wird. Auch die Fähigkeit des Körpers, sich regenerieren zu können, wird durch diese Wirkstoffe stark beschleunigt. Bei einer entsprechenden Ernährung ist auch möglich, mit Anabolika den Fettanteil des menschlichen Körpers zu verringern, was wiederum zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit führt.
Diese positiven Aspekte weckten natürlich auch das Interesse der Leistungssportler. Sie hofften, sich durch die Einnahme Vorteile gegenüber ihren Konkurrenten zu verschaffen, was auch so lange gelang, bis die Anabolika unter dem Begriff „Doping“ im Leistungsport verboten worden sind und regelmäßige Kontrollen durchgeführt wurden. Das ist gut so, denn diese Mittel haben auch unerwünschte Nebenwirkungen. Sportlerinnen, die über längere Zeit Doping betreiben, müssen sich damit abfinden, dass ihr Körper immer männlicher wird. Auch das Risiko verschiedener Stoffwechsel- und Kreislauferkrankungen steigt an.


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