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Die Studenten-WG: Eine kurze historische Betrachtung.

Ende der 1960er noch ein politisch motivierter alternativer Lebensentwurf... Und heute?

Nahezu jeder Student muss sehr auf seine Finanzen achten und versucht zu sparen, wo es geht. Ob es beim Shopping ist oder bei Freizeitaktivitäten – das Geld ist rar. Der Posten mit dem größten Sparpotential ist die Miete, die meist ein Drittel bis ein Viertel der gesamten monatlichen Kosten ausmacht. Eine eigene Wohnung können sich nur die wenigsten leisten und suchen sich daher ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft.

Viele Studienanfänger entscheiden sich aber auch bewusst gegen die eigene Wohnung, denn nach dem Auszug aus dem Elternhaus „riecht“ eine Studenten-WG nach Abenteuer, Partys und interessanten sozialen Kontakten. Seitdem die WGs erstmals Ende der 1960er in der Bundesrepublik als alternative Lebensform „erprobt“ wurden, haben sie sich über die Jahrzehnte hinweg im gesellschaftlichen Leben etabliert. Nicht zu unrecht denkt man im Zusammenhang mit der Geschichte der Wohngemeinschaft an die legendäre Kommune 1, die 1967 in Berlin gegründet wurde. Provokationen, Sex, Drogen, Musik und Partys sind die Dinge, die man am ehesten mit der Kommune 1 verbindet. Und noch heute stehen diese Schlagworte für eine „echte“ Studenten-WG, die man sicherlich auch aktuell in jeder guten Universitätsstadt vereinzelt finden dürfte.

wg-spion.de: WG gesucht
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Was jedoch nahezu komplett weggefallen ist, ist die links motivierte politische und öffentlichkeitswirksame Provokation, die sich aus gemeinsam verbrachten Abenden und durchdiskutierten Nächten früher ergeben hat. WGs gehören mittlerweile zum Alltag, während sie damals eine Keimzelle revolutionären Gedankenguts war. In der Post-Spaßgesellschaft finden sich viele Zweck-Gemeinschaften, in denen es „Spießern“ nur darum geht, Geld zu sparen. Das neue Lebenskonzept der 68er-Generation wird sozusagen ad absurdum geführt. Zum Glück finden sich aber immer noch viele Studenten zusammen, die nicht nur den schnöden Mammon im Auge haben, sondern eine aufregende und spannende Zeit haben möchten. Jemanden zum reden, lachen, feiern und rumalbern. Oder gleich eine WG mit mehreren Studenten – hier ist die nächste Party garantiert nicht weit. Und für die soziale Kompetenz ist es auf jeden Fall sinnvoll, eine WG zu suchen, in der man nicht nur nebeneinander her lebt.

Was bedeuten die grünen Links? von Oba23  
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