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Schweizer Münzen sind die ältesten Gültigen der Welt
Schon gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurden Schweizer Münzen genauso hergestellt, wie es noch heute geschieht. Sie sind damit das älteste noch gültige Zahlungsmittel der Welt.
Dass die Schweiz nicht den Euro eingeführt hat, ist für die meisten keine Neuigkeit. Dass aber ein Teil der Schweizer Münzen, genauer gesagt das 10-Rappen-Stück, die älteste noch gültige Münze der Welt ist, wissen viele nicht. Sie wird seit 1879 bis heute mit demselben Motiv aus derselben Legierung hergestellt. Die 2-Franken-Münze von 1874 wäre die eigentliche Rekordhalterin. Allerdings hat man bei ihr in den sechziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts die Legierung von Silber auf Kupfernickel umgestellt. Derzeit sind neben diesen beiden noch fünf weitere Münzen als gültiges Zahlungsmittel in der Schweiz anerkannt (5 und 20 Rappen, sowie ½, 1 und 5 Franken). Die Geschichte der Schweizer Münzen ist von weiteren Besonderheiten bestimmt. So wurde es 2007 erforderlich, die kleinste, die Einrappenmünze, aus dem Zahlungsverkehr zu ziehen, da sich die Produktionskosten pro Stück auf elf Rappen beliefen.
Die Gestaltung der einzelnen Münzen ist nicht sehr abwechslungsreich. So ist auf den Prägungen aller Rappen-Münzen der Kopf der Libertas und auf allen Franken-Münzen die stehende Helvetia abgebildet. Die einzige Ausnahme bildet das 5-Franken-Stück, auf dem ein Alphirte zu sehen ist, der häufig mit der Figur des schweizerischen Nationalhelden Wilhelm Tell in Verbindung gebracht wird.
Neben den regulären Münzen werden in der Schweiz seit 1936 auch Gedenkmünzen geprägt. Offizielle Gedenkmünzen sind vorher nicht verzeichnet. Allerdings können die sogenannten Schützentaler als Vorläufer gesehen werden. Diese wurden schon im neunzehnten Jahrhundert anlässlich von Schützenfesten geprägt und zum Zahlungsverkehr auf dem Fest zugelassen. Da sie aber in Größe und Wert einem Fünffrankenstück entsprachen, gelangten sie auch in den offiziellen Zahlungsverkehr.
Unter den Gedenkmünzen befinden sich zahlreiche Sammlerstücke, die teilweise den Nennwert von 250 Franken besitzen. Sie sind zwar kein offizielles Zahlungsmittel, da ihr Wert aber vom Staat gedeckt ist, werden sie von der Nationalbank, der Post und den schweizerischen Bundesbahnen entgegengenommen, was aber aufgrund des Sammlerwertes nur sehr selten geschieht.


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