Notduschen - Info
Der Normalbürger fragt sich mitunter, was man sich unter dem Begriff der Notduschen v... mehr
Gentests
Der Vaterschaftstest dürfte wohl der bekannteste Gentest sein.
Ein Vaterschaftstest ist letztlich nichts anderes, als ein Gentest. Er dürfte wohl der bekannteste Gentest sein und mittlerweile auch der am häufigsten durchgeführte. Man könnte sagen, Die „Branche“ boomt, denn immer mehr Väter oder auch Mütter entschließen sich, einen solchen Test durchführen zu lassen. Weit über 50.000 Tests werden im Jahr derzeit durchgeführt, eine Zahl die sicherlich in Zukunft noch steigen wird. Aber erstaunlicher Weise wird in nur 20 % der Ergebnisse die Vaterschaft ausgeschlossen.
Der Annahme, dass man anhand dieser DNA-Analyse auch Erbkrankheiten erkennen kann, muss allerdings widersprochen werden, denn dies ist nicht möglich. Man nimmt ja an, dass bei einem solchen Test, den man auch genetischen Fingerabdruck nennt, von einer genetischen Analyse gesprochen wird, dies ist aber nicht ganz richtig. Klar ist, dass bestimmte Chromosomen von Kind und möglichem Vater auf Gleichheit überprüft werden, das ist aber dann auch schon alles.
Um Erbkrankheiten erkennen zu können, müsste man eine viel umfangreichere DNA Analyse durchführen. Diese werden dann aber in wissenschaftlichen Labors durchgeführt. Wissenschaftler forschen nach bereits bekannten krankheitsrelevanten Genen. Wenn die Informationen, die ein Wissenschaftler anhand der Genmutationen und den Genen von getesteten Personen übereinstimmen, so ist dies ein genetisch bedingter Erbkrankheitsfall.
Man stelle sich vor, eine Frau von 36 Jahren wird schwanger. Es ist ihr erstes Kind, von daher ist das Risiko, ein behindertes Kind zu bekommen, größer als bei einer Frau, die zum Beispiel mit 25 das erste Mal schwanger wird. Hier kann dank der Gentechnik in der 15. Woche eine Fruchtwasseruntersuchung gemacht werden. Anhand dieser Untersuchungen kann zum Beispiel herausgefunden werden, ob der Embryo vielleicht das bei Spätgebärenden ab und an auftretende Down-Syndrom hat.
Zusammenfassend bleibt also festzustellen, dass man anhand eines „einfachen“ Vaterschaftstests nicht sagen kann, ob der Embryo irgendwelche Erbkrankheiten haben wird. Um dies heraus zu finden, bedarf es dann eben einer genaueren Untersuchung. Sind in der Familie der Kindseltern keine Erbkrankheiten bekannt, kann man auch getrost bis nach der Entbindung warten.


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