0 Bewertungen
rating

Pharmazeutische Technologie ist die Arzneiformenlehre!

Schon vor 2000 Jahren haben sich Menschen mit der Herstellung und Untersuchung von Arzneien beschäftigt. Pharmazeutische Technologie macht es heute möglich, Arzneiformen sehr genau zu untersuchen und neue herzustellen!

Die Pharmazeutische Technologie wird auch als Arzneiformenlehre bezeichnet. Die Arzneiformenlehre setzt sich mit Arzneiformen auseinander, untersucht also unter anderem, wie Arzneistoffe zubereitet sind. Betrachtet werden also auch die Endformen der Arzneistoffe, die sogenannten Arzneimittel, die von Menschen tagtäglich in Apotheken gekauft werden. Pharmazeutische Technologen betrachten auch häufig, wie die einzelnen Arzneimittel hergestellt werden. Dies stellt aber nur einen Teil ihres Arbeitsgebietes dar.

Die Arzneiformenlehre wurde früher als Galenik bezeichnet. Der Begriff der Galenik führt auf Galenos von Pergamon zurück. Dieser um 200 nach Christus lebende, aus der Stadt Pergamon stammende griechische Arzt arbeitete unter anderem auch für den römischen Kaiser. Galenos hinterlassenes Hauptwerk sind die Methodi Medendi, also Methoden zum Heilen, die er in sechzehn Büchern niedergeschrieben hat. In diesen geht Galenos davon aus, dass alles, was in der Natur oder im Menschen, also auch Krankheiten, erscheint, einen konkreten Zweck hat. Da die Arzneiformlehre sich sehr auf das Werk von Galenos stützt, wurde nicht nur sie als Galenik bezeichnet. Auch die Räume, in denen die Auseinandersetzung mit der Herstellung von Arzneimitteln geschieht, werden in der Regel noch heute Galenik oder Galenikum genannt.

Die Arzneiform, mit der sich die Pharmazeutische Technologie, also Arzneiformenlehre, beschäftigt, kann man auch Darreichungsform nennen. Wie wird also ein Wirkstoff am einfachsten und besten dem menschlichen oder tierischen Körper zugeführt? Das ist die Hauptfrage der Arzneiformenlehre. Die simpelste Form ist die, den Wirkstoff als Pulver darzureichen. Da sich hieraus aber viele Nachteile ergeben, gerade in Bezug auf die für den Laien doch sehr schwierige Dosierung, wird das Pulver als Arzneiform heute nur sehr selten verwandt. Öfter greift man auf andere Arzneiformen, wie etwa beispielsweise die der Pille, der Salbe, des Gels oder der Trinktabletten zurück. Dabei werden oft den eigentlichen Wirkstoffen sogenannte Hilfsstoffe beigemengt, um die gewünschte Darreichungsform zu erreichen.

Aufgrund neuer ausgefeilter Technologien ist es den Pharmazeutischen Technologen in den letzten Jahren gelungen, eine Vielzahl unterschiedlichster Arzneiformen zu entwickeln. Nur so lassen sich Arzneimittel bestmöglich dem Körper zuführen, um Krankheitsherde zu bekämpfen, und ziehen dabei den Erkrankten nicht zu sehr in Mitleidenschaft.

Was bedeuten die grünen Links? von Marlies Göhr  
Kommentare
Bisherige Kommentare: 0
Empfehlungen
Brand Aktuell
MisterInfo Service: