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Der Kern der Neurologie sind neurologische Krankheiten.
Die Psychiatrie befasst sich mit seelischen Gebrechen, die Neurologie behandelt neurologische Krankheiten des Gehirns, Leiden, die vom Rückenmark herrühren, auch Krankheiten des peripheren Nervensystems und der Muskeln.
Die Neurologie ist ein Fachgebiet mit sehr langer Tradition. Bereits in der Antike haben wir Hinweise, dass neurologische Krankheiten mit gezielten Eingriffen behandelt wurden. Schon die antiken Philosophen Anaxagoras und Phythagoras haben das Gehirn als wesentliches Steuerelement des menschlichen Körpers beschrieben und erkannt.
Man kann wohl behaupten, dass unser Gehirn das differenzierteste Organ unseres Körpers ist. Nimmt man dann noch die ungefähr 6 Millionen Kilometer Nervenbahnen des menschlichen Körpers dazu und stellt sich vor, dass alle Neuronen des Nervensystems untereinander verbunden sind, dann kann man leicht folgern, dass die Neurologie, also das Wissen um neurologische Krankheiten, eines der umfassendsten Fachgebiete der Medizin ist. Zwar befasst sich die Neurologie im Wesentlichen mit den Erkrankungen des zentralen und des peripheren Nervensystems, aber häufig sind die psychiatrischen und die neurologischen Symptome nicht einfach voneinander zu trennen. Manche neurologische Krankheiten führen zuerst zu psychiatrischen Problemen und erst später zu neurologischen Symptomen. So führt er Ausfall der Amygdala zu Beeinträchtigungen im Sozialverhalten. Insbesondere ist es den Betroffenen nicht mehr möglich, Gesichtsausdrücke ihres Gegenübers emotional zu deuten. Diagnostische Mittel neurologische Krankheiten zu erkennen, sind der Reflexhammer, das Elektroenzephalogramm (EEG), die Messung der Nervenleitgeschwindigkeiten u.v.a.m. Es gibt eine Vielzahl von Gebrechen, die mit den Mitteln der Neurologie behandelt werden. Nur einige wenige sollen hier genannt sein: der Schlaganfall und seine Folgen, Tumore des Gehirns und des peripheren Nervensystems, Parkinson, Epilepsie, Multiple Sklerose und Demenzen.
Die Therapie der neurologischen Erkrankungen hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Dafür sind einerseits die bildgebenden Verfahren verantwortlich, andererseits aber auch neue Medikamente. Allerdings sind die degenerativen Erkrankungen von den Fortschritten bis jetzt eher ausgenommen. Ein Teilgebiet, das für die Behandlung der Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems besonders wichtig ist, ist die Neurochirurgie. Dieses Gebiet stellt an die Chirurgen noch größere Anforderungen als die Allgemeine Chirurgie, dies ist der Komplexität des Organes Gehirn geschuldet.


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