Honoré de Balzac: Der Schriftsteller, dein Coach
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Was können Stammzellen aus Nabelschnurblut ?
Es klingt verlockend: Stammzellen aus Nabelschnurblut können Krankheiten wie Diabetes, Blutkrebs, Infarkte oder Alzheimer heilen. Das Verfahren ist relativ unkompliziert. Ein bisschen Skepsis darf bleiben.
Plazentarestblut oder auch die Blutreste der Nabelschnur gelten als besonders kostbar: Aus diesem Rest lassen sich heutzutage relativ schnell und unkompliziert Stammzellen gewinnen. Diese Stammzellen bieten vielversprechende Therapiemöglichkeiten, aber auch Risiken und enorme Kosten.
Das Blut der Nabelschnur ist angereichert mit hochwertigen Stammzellen. Enorme Wandlungsfähigkeit und die Bildung einer Vielzahl an unterschiedlichen Zell- und Gewebetypen zeichnen diese sich in einem nicht mehr embryonalen, dafür aber noch nicht adulten Stadium befindenden Stammzellen aus. Ihre Wandlungsfähigkeit erlaubt es, aus ihnen zum Beispiel Haut-, Knorpel- oder Blutzellen zu machen. Damit sind diese Stammzellen aus Nabelschnurblut eine vielversprechende Ressource im Kampf gegen viele schwerfällig therapierbare Krankheiten. Diabetes, Multiple Sklerose oder Alzheimer sollen mithilfe dieser kleinen Wunder-Zellen in absehbarer Zukunft geheilt werden können. Sogar Gehirnzellen versprechen diese Stammzellen aus Nabelschnurblut künftig zu bilden.
Nicht nur Nabelschnurblut, sondern auch Menschen verschiedener Altersklassen sind Träger dieser besonderen Zellen. Den entscheidenden Unterschied liefert jedoch das Alter: Während dem Nabelschnurblut entnommene Stammzellen noch formbar und jung sind, weisen die Stammzellen von alten Menschen Altersspuren auf: Biochemische Blessuren und Schäden häufen sich, Sonnenstrahlen, weitere Umwelteinflüsse oder sogar Chemikalien von zum Beispiel Medikamenten hinterlassen ihre Spuren. Gerade diese Veränderungen an dem Erbgut eines jeden Menschen können die Ursache für Krankheiten wie etwa Krebs sein. Die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut hingegen haben noch keine solchen Genschäden und sind darüber hinaus vielseitig einsetzbar, weil das Gewebe noch wandelbar ist.
Die Entnahme des Nabelschnurblutes erfolgt direkt nach der Geburt des Neugeborenen: Ein Arzt oder eine Hebamme klemmen die Schnur schnell ab, so lässt sich das Blut einfach entnehmen. Mutter und Baby spüren von diesem Vorgang nichts, im Gegenteil: Die Blutentnahme beschleunigt das Abstoßen der Plazenta. Noch ist die Medizin nicht so weit, dass die Fülle der angestrebten Krankheiten mittels einer Nabelschnurblutentnahme geheilt werden kann. Hinzu kommt, dass der Prozess das Blut einzufrieren äußerst kostspielig ist. Die Profiteure der Stammzellengewinnung durch Nabelschnurblut sind bislang also die Unternehmen, die das Nabelschnurblut konservieren und einfrieren.


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