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Fantasy-Figuren: Der Markt ist fast unüberschaubar
Märchen, Sagen und Mythen haben schon immer die Menschen fasziniert. So gibt es zahlreiche Legenden über Drachen oder andere Fabelwesen, die sich heute in einem riesigen Angebot an Fantasy-Figuren widerspiegeln.
Schon im Mittelalter gab es Handwerker, die kleine Figuren von Fabelwesen oder berühmten Rittern schnitzten und diese zum Spielen und Anschauen auf den Märkten verkauften. Einige dieser „Spielsachen“ waren wahre Kunstwerke und ihre Erschaffer wurden von Königen und Kaisern hofiert. Besonders beliebt waren damals unter anderem handgeschnitzte Fantasy-Figuren, die zum Schach spielen benutzt wurden. Bis heute hat sich daran nicht viel geändert, nur dass der Markt größer und unübersichtlicher geworden ist. Gleichzeitig sind natürlich auch die verwendeten Materialien wesentlich vielfältiger als in den längst vergangenen Tagen des Mittelalters.
Eine maßgebliche Rolle bei der Verbreitung von Fantasy-Figuren spielt die Film- und Spieleindustrie. Hier werden die Helden kreiert, die später als Figuren im Wohn- oder Kinderzimmer stehen. Denn es sind nicht nur die lieben Kleinen, die manchmal eine extreme Sammelwut entwickeln, sondern auch die „großen Leute“ geben sich diesem Hobby mit Begeisterung hin. Besonders durch die Filmtrilogie „Der Herr der Ringe“ kam es zu einem neuen Hype in dieser Wirtschaftssparte. Plötzlich fand man Gandalf, Legolas, Frodo und die anderen Gefährten des Films in Dutzenden von Ausführungen und Verarbeitungen in den Schaufenstern dieser Welt. Ganze Filmszenen konnten mithilfe solcher Figuren nachgestellt werden.
Eine besondere Stellung in diesem Bereich nehmen die Warhammer-Figuren ein. Hier reicht es den Fans nicht, sie einfach nur zu kaufen und in ein Regal zu stellen, nein, sie müssen erst selber – und das häufig mit großem Aufwand – zusammengebastelt und bemalt werden. Keine Frage, dass hier nur mit einer Spezialfarbe gearbeitet wird. Die Figuren, die etwa fünf bis zehn Zentimeter groß sind, werden von den Anhängern der Szene mit viel Liebe zum Detail bearbeitet. Einzelne Elemente können auch schon mal bis zu einem halben Meter groß sein. Da werden Farben gemischt und Materialien gebürstet, um sie so lebensecht wie möglich aussehen zu lassen. Anschließend kann man auch hier wieder ganze Schlachtszenen aus den Warhammer-Büchern nachstellen, wofür der Markt allerlei Zubehör parat hält.


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