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Rechnen lernen - das macht man doch in der Schule?

Rechnen lernen beginnt schon im Vorschulalter. Da bewegen sich die "Rechnungen" im Bereich von 1 bis 20. Das wird in der Grundschule noch vertieft, bis es dann für Abitur oder Studium in die höhere Mathematik geht.

Schon das Kleinkind lernt unbewusst mathematische Grundbegriffe, wenn es mit Bauklötzen oder anderen zählbaren Gegenständen spielt. Es lernt Größenunterschiede oder auch Mengen zu unterscheiden. "Du hast mehr Erdbeeren bekommen!" kann es vielleicht noch nicht sagen, aber erkennen. Vielleicht holt es sich dann den Rest, damit jeder gleich viel hat. Im Verlauf der ersten fünf Jahre lernt das Kind im Normalfall die Zahlen 1 bis 20, kann also bis 20 zählen. Es muss aber noch nicht rechnen können. Andererseits kann es nicht schaden, schon in diesem Alter die Fähigkeit des Kindes zu fördern und in seltenen Fällen auch eine Rechenschwäche (Dyskalkulie) zu erkennen. Je früher erkannt, desto besser und schneller geheilt. Es handelt sich hier nicht um mangelnde Intelligenz, sondern um eine Beeinträchtigung der Rechenfertigkeiten, die man verbessern kann.

Wie kann man das Kind beim Rechnen lernen unterstützen? Viele Gesellschaftsspiele sind dazu geeignet. Beim Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel kann die Zahl der Felder auf einen Blick erfasst und übersprungen werden, ohne dass gezählt werden muss. Geometrisches Verständnis wird beim Mühle-Spiel erlernt.

In der Schule geht das Rechnen lernen weiter, zunächst ebenfalls noch im Bereich 1 bis 20. Dazu muss das Kind ein gewisses Zahlen-Verständnis erwerben und erkennen, dass die Zahl eine Menge darstellt. Das erfordert schon ein gewisses Abstraktionsvermögen. Der nächste wichtige Schritt beim Rechnen lernen ist die Erfassung unseres Zehnersystems. Das Rechnen über den Zehner hinaus muss erfahrungsgemäß besonders geübt werden. Dabei kann ein Abakus helfen. Beim Ein-mal-eins Üben handelt es sich vorwiegend um ein auswendig lernen, das aber auch wieder in Vergessenheit geraten kann. Sehr wichtig für das gute Rechnen können ist das regelmäßige Üben. Manche Kinder lernen schneller, andere brauchen länger und mehr Übung. Heute besteht die Gefahr, dass der Taschenrechner zu früh eingesetzt wird. Wenn die Grundrechenarten, auch Bruch-Rechnen und Prozent-Rechnen, nicht ausreichend geübt werden, fehlen später wichtige Grundlagen, um beispielsweise ein falsches Ergebnis durch eine falsch eingetippte Zahl erkennen zu können.

Was bedeuten die grünen Links? von Helena Lange  
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